BGHM-Sägewerkertag

Austausch zum Arbeitsschutz

Holzstapel
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Der deutsche Wald verändert sich mit dem Klima massiv. Dieser Wandel führt auch zu neuen Herausforderungen für die Holzindustrie und neuen Anforderungen an sichere und gesunde Arbeitsprozesse. Beispielsweise führt der Rückgang des Fichtenbestands zu Umstellungen von Nadelholz- auf Laubholz-Sägewerke, was wiederum veränderte Gefahrenquellen mit sich bringt. Laubholzstämme sind beispielsweise schwerer und asymmetrischer als die Stämme von Nadelholz. Bei der Verarbeitung von Laubholz kann es daher häufiger zu Störungen an Förderanlagen kommen. 

Das war nur ein Aspekt von vielen, die im Oktober 2025 bei der BGHM-Fachveranstaltung „Arbeitsschutz in Sägewerken“ in der Bildungsstätte in Schierke diskutiert wurden. Teilgenommen haben insbesondere Arbeitsschutzverantwortliche aus holzbearbeitenden Betrieben und Sägewerken. Das Ziel der Veranstaltung: den Dialog zwischen Praxis und Prävention fördern und neue Impulse für die Branche setzen. Moderator des sogenannten Sägewerkertags war Kay Pfeiffer, der bei der BGHM Fachreferent für die Sägewerksindustrie und Aufsichtsperson ist. 

Neben einem intensiven Austausch zu aktuellen Entwicklungen in der Sägewerksbranche gab es nützliche Informationen zum Thema Arbeitsschutz. So sensibilisierten die Referenten der BGHM unter anderem für die Nutzung der notwendigen Persönlichen Schutzausrüstung bei der Arbeit an Mehrblattkreissägen und für Schutzmaßnahmen gegen Holzstaubexplosionen. In einem Praxisbeispiel aus einem Sägewerk ging es um gelungene Prozessoptimierung mittels Demontage der Spanaufbereitung und einer neuen, modernen Verladung im Unternehmen. Der Sägewerkertag ist eine der Fachveranstaltungen, die die BGHM Arbeitsschutzverantwortlichen aus Betrieben der Branchen Holz und Metall zukünftig als „Fachveranstaltung Arbeitsschutz in Sägewerken“ regelmäßig anbietet.

Ausgabe 1/2026