Breadcrumb
Bei der Serienfertigung von Bauteilen aus carbonfaserverstärkten Kunststoffen (CFK) können Gesundheitsgefährdungen durch Faserstäube und die eingesetzten Gefahrstoffkomponenten entstehen. Die neu erschienene Publikation Fachbereich AKTUELL FBHM-092 „Herstellung von CFK-Bauteilen – Orientierungshilfe für die Gefährdungsbeurteilung bei der Serienfertigung“ unterstützt bei der Auswahl von Schutzmaßnahmen.
Carbonfaserverstärkte Kunststoffe sind leicht und besitzen eine hohe Festigkeit. Aus dem modernen Fahrzeug- und Maschinenbau sowie der Luftfahrtindustrie sind sie nicht mehr wegzudenken. Wird das Material bearbeitet, werden winzige Fasern freigesetzt und können tief in die Lunge gelangen, wo sie lange bleiben und sich nur schwer auflösen.
Die Fachbereich AKTUELL FBHM-092 unterstützt insbesondere bei der Betrachtung von Gefährdungen, die bei der Herstellung von Bauteilen aus CFK im Serienprozess entstehen können. Sie berücksichtigt die Prozessschritte der Herstellung, darunter die Produktion von Carbonfasern, Gelegen und Stacks, die Fertigung duroplastischer und thermoplastischer Bauteile sowie deren mechanische Nachbearbeitung.
Beschäftigte sind durch Carbonfaser- und CFKStaub sowie durch eingesetzte Chemikalien unterschiedlichen Risiken ausgesetzt:
Die Fachbereich Aktuell FBHM-092 beschreibt die Schutzmaßnahmen zur Reduzierung der Belastung, die gemäß dem STOP-Prinzip in absteigender Priorität ausgewählt werden müssen:
Eine tabellarische Dokumentationshilfe für mögliche Schutzmaßnahmen unterstützt Betriebe dabei, Maßnahmen systematisch festzuhalten und umzusetzen.
Dr. Oliver Will, BGHM
Ausgabe 4/2026