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Ein Drittel der jährlich rund 34.000 meldepflichtigen Absturzunfälle bei der Arbeit sind Stürze von Leitern oder Tritten. Die Folgen reichen von Prellungen über Knochenbrüche bis hin zu Verletzungen der Wirbelsäule. Auch ein Sturz aus einer geringen Höhe kann zu ernsthaften Gesundheitsschäden führen. Tipps und eine Checkliste mit fünf einfachen Regeln sorgen für eine sichere Routine im Umgang mit Leitern.
Um Unfälle zu verhindern, gilt für Tätigkeiten in der Höhe: Leitern sollen möglichst nicht als Arbeitsplatz genutzt werden. Stattdessen sind sicherere Alternativen wie Gerüste, fahrbare Arbeitsbühnen oder Hubarbeitsbühnen zu bevorzugen. Leitern sollten nur dann eingesetzt werden, wenn die Gefährdung gering ist, die Arbeiten nur kurz dauern und von der Leiter aus sicher durchgeführt werden können. Ob eine Leiter ein sicherer Arbeitsplatz ist, muss vor Beginn der Tätigkeit anhand der Gefährdungsbeurteilung sorgfältig ermittelt werden.
Das Regelwerk – unter anderem die Betriebssicherheitsverordnung sowie die Technische Regel für Betriebssicherheit TRBS 2121 Teil 2 „Gefährdung von Beschäftigten bei der Verwendung von Leitern“ – definieren eindeutige Einsatzgrenzen:
Die meisten Leiterunfälle könnten verhindert werden, wenn die typischen Alltagsfehler vermieden werden würden. Diese sind zum Beispiel, dass die Leiter falsch und ohne ausreichende Standsicherheit aufgestellt wird. Auch der Verlust des Gleichgewichts etwa durch seitliches Hinauslehnen, die Verwendung von beschädigten oder ungeeigneten Leitern, Arbeiten mit hohem Krafteinsatz auf einer ungesicherten Aufstiegshilfe und die unsachgemäße Nutzung – etwa das Verwenden von Stehleitern als Anlegeleitern – sind häufige Unfallursachen.
Ist der Einsatz einer Leiter als Arbeitsplatz oder als Verkehrsweg im Einzelfall unvermeidbar, müssen Arbeitgeber und Beschäftigte gemeinsam für den Arbeitsschutz sorgen.
Folgende Tipps machen die Arbeit sicherer:
In Unternehmen sollte der Leitereinsatz geprüft und reduziert werden. Leitern sollten möglichst durch Hubarbeitsbühnen, Gerüste oder fahrbare Arbeitsbühnen ersetzt werden.
Kathrin Stocker, BGHM
Mit fünf Regeln kann eine sichere Leitern-Routine im Betrieb etabliert und gefestigt werden:
Ausgabe 4/2026