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Fünf wichtige Regeln für die sichere Tätigkeit an Holzbearbeitungsmaschinen gibt es jetzt einprägsam, kurz und bündig. Beschäftigte an den Maschinen erhalten mit Check F!VE eine Gedankenstütze, die sie vor Beginn des Arbeitsgangs durchgehen sollten.
Beschäftigte passen Sicherheitseinrichtungen und Arbeitsgänge an Holzbearbeitungsmaschinen individuell auf ihre Arbeitsaufgabe an. Schnell kann es dabei passieren, dass eine Rückschlagsicherung oder ein Schiebeholz vergessen, ein Parallelanschlag nicht zurückgezogen oder die Schutzhaube nicht abgesenkt wird.
Solche Fehler sind Ursachen für Unfälle mit teils schweren Verletzungsfolgen. Ablenkung, Zeitdruck oder komplexe Aufgaben sind Hauptgründe dafür, dass die Maschinensicherheit aus dem Fokus gerät.
Der Sicherheits-Check weckt verborgenes Wissen von Bedienpersonen, die die Maschinen kennen und die Arbeit daran gelernt haben. Beschäftigten, die neu in diesem Bereich sind, bietet er eine gute Hilfestellung bei der Maschinenarbeit. Führen Bedienpersonen den Check durch, können sie sichergehen, dass alles so eingestellt und vorhanden ist, dass sie die Arbeitsgänge sicher von Anfang bis Ende ausüben können.
Die fünf Checks unterstützen dabei, eine Routine für das sichere Arbeiten zu entwickeln. Check F!VE kann an allen Holzbearbeitungsmaschinen eingesetzt werden. Die Sicherheitsregeln wurden mit Bezug zu Unfällen, die sich ereignet haben, erstellt. Speziell mit diesem Praxisbezug kann der Check dazu beitragen, das Unfallrisiko zu verringern.
Daniel Kaiser, Jürgen Faiß und Karl-Heinz Noeske, BGHM
Damit das Werkstück sich nicht unkontrolliert bewegt und die Bedienperson nicht in das frei werdende Werkzeug greift, sollte der Rückschlag zum Beispiel durch diese Maßnahmen verhindert werden:
Die Kontrolle über die Lage des Werkstücks beim Vorschieben, Einführen oder Positionieren zu haben, ist essenziell. So kann verhindert werden, dass das Werkstück kippt, abstoppt oder vibriert. Beispiele, die das Positionieren oder Führen des Werkstücks unterstützen:
Schutzeinrichtungen sind zu nutzen und passend einzustellen. Ist das Werkzeug optimal verdeckt, kann der Kontakt mit dem rotierenden Werkzeug und damit schwere Verletzungen verhindert werden. Beispiele, um das Werkzeug zu verdecken:
Beim Führen, Halten oder Positionieren von Werkstücken kann die Hand in den Schnittbereich der Maschine gelangen. Das gilt sowohl bei Maschinen mit Werkstückführung wie Kreissägen, Tischfräsen oder Abrichthobel, als auch bei Maschinen mit Werkstückpositionierung wie Kappkreissägen. Beispiele, wie das Hineingreifen in den Gefahrbereich vermieden werden kann:
Häufig werden Reste und Werkstücke, die neben dem Werkzeug liegen bleiben, mit der Hand entnommen. Das Risiko, das sich drehende Werkzeug dabei zu berühren, ist sehr hoch. Beispiele, wie das vermieden werden kann:
Auf bghm.de und den Social-Media-Kanälen der BGHM gibt es noch mehr Materialien zu Check F!VE – Deine Maschinen-Routine. Regelmäßig reinzuschauen lohnt sich, denn die BGHM erweitert das Angebot kontinuierlich.
Ausgabe 2/2025