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Standardberufsbildpositionen sind Ausbildungsinhalte, die verpflichtend in Ausbildungsberufen vermittelt werden müssen. Dafür wurden vier Kompetenzfelder festgelegt – eines davon ist „Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit“. Die BGHM hält Angebote bereit, um Ausbildende bei der Vermittlung von Arbeitsschutz- Wissen an Auszubildende zu unterstützen.
In den Standardberufsbildpositionen sind berufsübergreifend zu vermittelnde Ausbildungsinhalte definiert, die auch Gegenstand der Prüfungen sind. Im Jahr 2021 wurden die Berufsbildpositionen modernisiert und von 13 auf vier Kernthemen verschlankt:
Die Inhalte werden integrativ, also parallel zu den notwendigen Fachqualifikationen, über die gesamte Ausbildungsdauer vermittelt.
Mit „Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit“ ist Arbeitsschutz einer von vier zentralen Bereichen. Er wird nunmehr als Kompetenz der Person gesehen, als Strategie, mit Gefährdungen am Arbeitsplatz, in Betrieben und für sich selbst umzugehen. Neu ist nicht mehr, was zu vermitteln ist, sondern das Wie.
Je nach Art seiner Produktion oder Dienstleistung wird im ausbildenden Betrieb ein Ausbildungsplan erstellt. Darin steht, wann und wie die Facetten des Berufsbilds gestaltet werden. Die BGHM unterstützt ihre Mitgliedsbetriebe mit folgenden Formaten dabei, Azubis den Aspekt des Arbeitsschutzes und damit die Berufsbildposition „ Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit“ näherzubringen.
In Teil 1 wird die Standardberufsbildposition „ Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit“ dargestellt. Die Instrumente des Arbeitsschutzes – Gefährdungsbeurteilung, Betriebsanweisung und Unterweisung – werden betrachtet. In Teil 2 geht es um die Notwendigkeit, sich dem veränderten Lernbedürfnis Jugendlicher anzupassen. Hier werden verschiedene Methoden vorgestellt, mit deren Hilfe Arbeitsschutz-Inhalte transportiert werden können.
Ist jemand nicht verantwortlich für die Ausbildung und soll den Azubis dennoch in der Praxis fachliche Kenntnisse vermitteln, wird er oder sie temporär in die Position einer Führungskraft versetzt. Themen des dreitägigen Seminars sind, wie diese Beschäftigten ihre Verantwortung wahrnehmen können und welche Rahmenbedingungen für ihr Handeln gelten. Es geht um Kommunikation mit den Ausbildungsverantwortlichen oder Vorgesetzten und darum, die Unterweisung von Auszubildenden vorzubereiten und zu begleiten.
Unterschiedliche Lernorte oder verschiedene Rechtskonstellationen, wie Ausbildung durchgeführt werden darf, bringen es mit sich, dass Fragen auftreten. Im Online-Seminar „Online-Erfahrungsaustausch für berufliche Ausbilder“ können diese Fragen diskutiert werden. Der Austausch miteinander steht im Vordergrund.
Für Auszubildende aus BGHM-Mitgliedsbetrieben steht das Seminar „Auszubildende“ zur Verfügung. Sieben Azubis pro Betrieb – Minderjährige gern in Begleitung eines Ausbildenden – können hier zweieinhalb Tage lang eine Menge über sicheres und gesundes Arbeiten lernen.
Im Medienpaket „binmirsicher“ finden Azubis Video-Tutorials mit Basiswissen, zum Beispiel zum sicheren Arbeiten an der Drehmaschine oder mit dem Winkelschleifer. Ausbildende können didaktisch aufbereitete Materialien für ihre Unterweisungen nutzen. Untergliedert ist das Angebot in die vier Branchen Kfz-Instandhaltung, Sanitär- Heizung-Klima, Schlosserei und Holz.
Dr. Astrid Kaeding und Susanne Kahlke, BGHM
Das Ziel ist immer, den Azubis eine qualitativ hochwertige Berufsausbildung zu bieten, die es ihm ermöglicht, lange im Job zu bleiben. Auch wenn ein Betrieb in einem Beruf ausbildet, dessen Ausbildungsordnung vor 2021 veröffentlicht wurde, sollte sich die Ausbildung inhaltlich an den vier Kompetenzfeldern orientieren.
Die modernisierten Standardberufsbildpositionen wurden von einer Arbeitsgruppe des Hauptausschusses des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) festgelegt – unter Beteiligung des Bundes, der Sozialpartner, der Länder und des BIBB. Ein Ziel war es auch, eine Handlungsempfehlung aus dem Nationalen Aktionsplan zur Umsetzung des UNESCO-Weltaktionsprogramms „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ umzusetzen.
Ausgabe 3/2025