Reha-Management
Ein neues Leben nach dem Unfall
Ein schwerer Unfall auf dem Weg von der Arbeit nach Hause veränderte das Leben des damals 23-jährigen Fabian Lux. Wie er sich trotz schwerer Verletzungen zurück in ein selbstbestimmtes Leben kämpfte und sich neue Ziele setzte, davon berichtete er bei der Verleihung des BGHM-Sicherheitspreises.
Motorrad fuhr Fabian Lux grundsätzlich nur bei gutem Wetter. An jenem Tag im März 2017 war das Wetter bestens, als sich der Kälteanlagenbauer auf den Weg in den Feierabend machte. Auf einer Umgehungsstraße kam er von der Fahrbahn ab und schleuderte gegen ein Verkehrsschild. „Ich kann mich an gar nichts mehr erinnern, noch nicht einmal daran, auf welcher Baustelle ich vor dem Unfall gearbeitet habe“, sagte Lux im Gespräch mit Nicole Schneider-Brennecke, Leiterin der Abteilung Kommunikation der BGHM. Sie sprach mit ihm auf der BGHM-Sicherheitspreisverleihung über seinen Unfall und seinen Umgang mit den schlimmen Folgen.
Ein mühsamer Weg

Aufmerksam verfolgte das Publikum seine Schilderungen aus der Zeit nach dem Unfall: Lux trug schwerste Verletzungen davon, darunter eine inkomplette Querschnittslähmung, ein schweres Schädel-Hirn-Trauma, innere Verletzungen und eine Nervenschädigung am rechten Arm. Langwierige Behandlungen in verschiedenen Schwerpunktkliniken folgten. „Es war ein mühsamer Weg, doch er hat sich gelohnt“, sagte Lux, der heute wieder ein selbstbestimmtes Leben führen kann. „Ich kann mittlerweile sogar kleinere Strecken wieder laufen.“
Katja Meineke war als Reha-Managerin der BGHM während dieser Zeit an Luxʼ Seite und ebenfalls Gesprächspartnerin bei der Preisverleihung. Sie unterstützte ihn ab dem Tag des Unfalls und koordinierte Behandlungen, Reha-Maßnahmen und weitere Hilfsleistungen. Im Gespräch blickte sie zurück: „Angesichts der Unfallschwere und der Art der Verletzungen hat Herr Lux unglaubliche Fortschritte gemacht.“ Zu Luxʼ Leben nach dem Unfall gehört auch, berufstätig zu sein und damit für den eigenen Lebensunterhalt sorgen zu können.
„Aufgrund der verbliebenen Einschränkungen kann ich leider nicht mehr als Kälteanlagenbauer arbeiten“, sagte er. Doch er hat seinen Weg gefunden und machte eine überbetriebliche Umschulung zum Kaufmann für Büromanagement. „Ich wusste, dass ich auch als Rollstuhlfahrer in diesem Job arbeiten und in vielen Betrieben eine Anstellung finden kann.“ 2021 schließt er die Umschulung ab und übt den Beruf seither aus. Für die Hilfe der BGHM ist Lux dankbar: „Ohne das Reha-Management wäre ich jetzt nicht da, wo ich bin.“
Sehen Sie Fabians Geschichte im Film:
Ausgabe 6/2025