Auszeichnung für Engagement und Innovation im Arbeitsschutz

BGHM verleiht Goldene Sicherheitspreise 2026

BGHM verleiht Goldene Sicherheitspreise 2026
© BGHM, Czybik & Schmid Media UG, Peter Jülich

Kreative, praxisnahe Ideen, die den Arbeitsschutz über die gesetzlichen Anforderungen hinaus verbessern – dafür ehrte die BGHM sechs Unternehmen mit dem Goldenen BGHM-Sicherheitspreis beziehungsweise dem Goldenen Azubi-Sicherheitspreis 2026. Bei der feierlichen Verleihung im Juni in der BGHM-Hauptverwaltung in Mainz präsentierten die Gewinner- Teams ihre innovativen Arbeitsschutzlösungen. 

Prämierte Innovationen

Beschäftigte der Münchener Fahrzeug- und Maschinenfabrik F. X. MEILLER haben eine Wendehilfe entwickelt, um eine 40-Kilo-Kugel sicher und ergonomisch drehen zu können – ohne Quetschungen zu riskieren. Das Team von Rolls-Royce Power Systems aus Friedrichshafen stellt reale Unfallsituationen in humoristischen Cartoons dar und öffnet so die Tür für Reflexion und Veränderung im Sinne des Arbeitsschutzes. Und die APL Automobil- Prüftechnik Landau GmbH aus der Pfalz hat einen selbstfahrenden Arbeitstisch entwickelt, um die Batteriebefundung sicherer zu machen und Mitarbeitende vor der Brand- und Explosionsgefahr im Falle einer Havarie zu schützen. 

„Dieses Engagement macht einen echten Unterschied für die Menschen, die täglich in den Betrieben arbeiten. Die drei Gewinner-Projekte sind daher herausragende Beispiele für gelebte Präventionskultur in den Branchen Holz und Metall“, lobte Christian Heck, Hauptgeschäftsführer der BGHM. „Der Goldene Sicherheitspreis der BGHM ist mehr als eine Auszeichnung – er ist ein Zeichen der Anerkennung für alle, die beständig dazu beitragen, dass Arbeit sicherer wird.“

Ausgezeichnete Azubi-Teams 

Wie der Arbeitsschutz zukunftsfähig wird, zeigte der Nachwuchs: Drei Goldene Azubi-Sicherheitspreise 2026 zum Thema „KI für den Arbeitsschutz“ verlieh die BGHM. Das Projekt eines Auszubildenden beim Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer am Standort Radebeul verhindert unvorsichtiges Verhalten im Umgang mit Gefahrstoffen: Eine KI-gestützte Ampel gibt die Maschine erst frei, wenn Beschäftigte die nötige Persönliche Schutzausrüstung (PSA) tragen. Zwei Azubis der Ledtermann GmbH, einem Metallbaubetrieb im südpfälzischen Höhfröschen, haben bestehende Unterweisungsvideos weiterentwickelt, um sie – mithilfe eines KI- Avatars – schnell zu aktualisieren oder in anderen Sprachen auszugeben. Vier Auszubildende beim Pumpenhersteller WILO SE in Dortmund wurden für eine KI-Anwendung ausgezeichnet, die potenzielle Gefahren frühzeitig erkennt, geeignete PSA vorschlägt und an Maßnahmen erinnert. 

Schwerer Arbeitsunfall und dann? 

Bei einer Talkrunde im Rahmen der Preisverleihung schilderte Fritz Ruchti die bewegende Geschichte, wie er nach einem Arbeitsunfall wieder trotz Lähmung vom Hals abwärts in ein selbstbestimmtes Leben zurückfand (siehe “Reha-Management - Routinearbeit mit Folgen”, BGHM-Magazin 05/2026).

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Ausgabe 5/2026